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Newsletter für unsere Patientinnen – 02/2017

Mit diesem aktuellen „Neuigkeiten-Brief“ wollen wir Sie wieder über interessante und wichtige Meldungen aus den Gebieten der Frauenheilkunde und der „Länger-gesünder-Leben-Medizin“ unterrichten.




1.Schlafstörungen – Die neue Krankheit


Die MÜDE Republik
Menschen müssen ausreichend schlafen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Doch jeder dritte Deutsche schläft zu wenig, und das heißt weniger als sieben Stunden pro Nacht. Etwa sechs Prozent haben Schlafprobleme, die medizinisch behandelt werden müssen. Damit sind Schlafstörungen weiter verbreitet als Diabetes-Erkrankungen und haben längst die Dimension einer Volkskrankheit erreicht. Übermüdung wirkt auf die Konzentrationsfähigkeit eines Menschen. Fehlender Schlaf macht auf Dauer einen Menschen krank. Es werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet, die das Herz-Kreislauf-System belasten. Permanenter Schlafmangel schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko, an Krebs zu erkranken. Wer wenig schläft, hat mehr Appetit und neigt zu Übergewicht, was im weiteren Verlauf zu einem Typ-2-Diabetes führen kann. Guter Schlaf dagegen schützt vor Infektionen. Wer schlecht schläft, sollte abends auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten verzichten, nicht hungrig ins Bett gehen und vor dem Einschlafen auf keinen Fall noch schnell die letzten E-Mails lesen. Das Licht von Smartphones, Tablets und Computern hat einen hohen Blauanteil, wie die Sonne zur Mittagszeit – und signalisiert dem Körper, jetzt wach zu bleiben.

Der Traum vom guten Schlaf
Ein erholsamer Schlaf ist für die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sehr wichtig. Nachts erholen sich Körper und Seele, Atmung und Herzschlag verlangsamen sich, das Gehirn verarbeitet die Ereignisse des Tages und lernt daraus. Hormone werden neu gebildet und wichtige Reparaturvorgänge laufen im Körper ab. All dies wird durch Schlafstörungen behindert. Nicht erholsamer Schlaf ist ein 24-Stunden Problem mit vielen negativen Auswirkungen auch auf den Tag. Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen, Depressivität und Bluthochdruck können dazu gehören. Eine weitere mögliche Folge ist außerdem das sogenannte Metabolische Syndrom. Eine hormonelle Störung, die Mediziner an starkem Übergewicht, erhöhtem Blutdruck sowie erhöhtem Blutzucker und –fettwerten erkennen. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist in der Folge erhöht.

Schlank schlafen: Da ist was dran
Chronischer Schlafmangel und Adipositas hängen zusammen, betonen kanadische Forscher. Schlafdefizite fördern Essgelüste und bringen einige Komponenten durcheinander, die den Appetit kontrollieren. Wer also abspecken oder sein Gewicht halten will, der muss auch für genügend Schlaf sorgen.

Baldrian und Hopfen ergänzen sich gut
Viele Schlafmittel lassen zwar die Patienten schnell einschlafen, unterstützen aber nicht die natürlichen durch Adenosin und Melatonin vermittelten schlafregulierenden Prozesse. Anders die Phytotherapeutika. Am bekanntesten ist Baldrian. Bei Schlafstörungen wirkt sich die Kombination aus Baldrian und Hopfen besonders günstig aus, denn sie setzen an beiden Prozessen der Schlafregulation an. Die Einschlafzeit verkürzt sich, der Schlaf normalisiert sich, die Patienten fühlen sich besser und leistungsfähiger.

Schlafplan der NASA: Lewis Hamilton nimmt geheime Hormon-Pillen
Jetlag kennt Mercedes-Pilot Lewis Hamilton nicht, er hat seit geraumer Zeit einige schlafmedizinische Maßnahmen durchgeführt, die extra für ihn – unter Mithilfe der NASA – entwickelt wurden. So soll der Mercedes-Pilot auf Anweisung eine Pille mit dem synthetischen Hormon Melatonin nehmen, die seinen Schlaf-Wach-Zyklus reguliert. Man muss die Melatonin-Dosis gut timen, um sich besser an die neue Mitternachtszeit zu gewöhnen. Hamilton selbst schwört auf das erfolgreiche Programm und hatte noch nie Probleme mit dem Jetlag.

Unsere Empfehlung: Melatonin – Fragen Sie uns! 


 

2. Fett = Cholesterinsenker = Statine verhindern Brustkrebs –
Das zeigen neueste Studien


Mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Jede neunte Frau wird im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs erkranken. Das sind erst einmal erschreckende Zahlen. Aber: Mehr als 80 Prozent der Patientinnen überleben die Erkrankung, die meisten können ohne Beschwerden in ihren Alltag zurückkehren. Frühere Entdeckung, bessere Diagnose und nicht zuletzt innovative Therapien machen es möglich. Dazu gehört auch, dass Krebsmediziner ganz neue Wege gehen: Zum Beispiel das Immunsystem der Patienten gegen den Tumor scharf machen, oder Medikamente kombinieren, die ursprünglich gar nicht für die Krebstherapie gedacht waren – damit aus den 80 Prozent irgendwann einmal 100 Prozent werden.

Fettsenker=Statine sollen eigentlich nur den Cholesterinspiegel senken. Ganz nebenbei wirken sie offenbar auch gegen Krebszellen. Eine Chinesische Studie(2017) hat jetzt nachgewiesen, dass Frauen mit Brustkrebs länger leben, wenn sie die Medikamente gegen zu hohe Blutfettwerte einnehmen. Frauen, die fettlösliche Statine einnahmen, hatten im Beobachtungszeitraum von 4 Jahren ein 43 Prozent geringeres Sterberisiko als Frauen, die keine Cholesterinsenker brauchten. Nach Ansicht der Forscher bremsen die Medikamente die Teilung der Krebszellen. Sie stärken möglicherweise auch das Immunsystem für die Krebsabwehr. Eine weitere Untersuchung aus Großbritannien stellte darüber hinaus fest, dass die Cholesterin-Medikamente auch das Risiko eines Rückfalls für Brustkrebs-patientinnen reduzierte.

Unsere Empfehlung: Simvastatin 10 mg – Fragen Sie uns!

 

 
2.1 Krebsverhinderung durch Cholesterinsenker, ASS 100 und Grippeschutzimpfung

Cholesterinsenker bremsen die Zellen verschiedener Krebsarten. Die chinesischen Wissenschaftler stehen nicht allein mit ihrer positiven Erkenntnis über Cholesterinsenker und Krebs. Schon im vergangenen Jahr hatte eine britische Studie mit Daten von fast einer Million Patienten gezeigt, dass Fettsenker das Sterberisiko für Darm-, Prostata-, Eierstock- und Knochenkrebs senken können.

Der bekannte amerikanische Krebsforscher Prof. David Agus erkannte schon 2015, das jeder Krebs eine entzündliche Entstehungsursache hat ,deswegen empfahl er zwei entzündungshemmende Medikamente: ASS 100 und Statine, sowie eine jährliche Grippeschutzimpfung.

Unsere Empfehlung: Simvastatin 10 mg,  ASS 100, Grippeimpfung


 

3. Grippeimpfung – Die nächste Grippewelle kommt bestimmt!

Denken Sie bitte an die Grippeschutzimpfung ab September/Oktober 2017!

Risikogruppen sind unzureichend geschützt – Wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte:

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die jährliche Impfung mit einem Influenza-Impfstoff mit aktueller, von der WHO empfohlener Antigenkombination als Standardimpfung bei 

– Personen ab 60 Jahren
– Schwangeren
– Chronisch Kranken
– Bewohnern von Alters- oder Pflegeheimen
– Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B. medizinisches Personal und Personen,
   die eine mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen darstellen.
– Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln


Neben diesen Personengruppen ist eine Impfung für jeden sinnvoll, der sich vor einer Influenza-Erkrankung schützen möchte. Ein vollständiger Impfschutz wird im Allgemeinen innerhalb von zwei bis drei Wochen erreicht und hält etwa sechs bis zwölf Monate an. Die Impfung wird von den meisten Patienten gut vertragen. Ein bis zwei Tage nach der Impfung können normale Impfreaktionen (z.B. Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle, leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein leichtes Krankheitsgefühl) auftreten.

Senioren – Regelmäßig Impfen bessert den Grippeschutz
Mit dem Alter schwächt sich der Effekt der Influenzaimpfung ab. Gerade deshalb ist es wichtig, ältere Patienten Jahr für Jahr zu impfen.

Unsere Empfehlung: Grippeschutzimpfung im September 2017
Ab 65 Jahre: Pneumokokken-Lungen-Schutzimpfung

Fragen Sie uns!



4. Vitamin D

Darum sollten Sie Vitamin D das ganze Jahr einnehmen
Das Sonnenvitamin D kann der Körper durch Sonnenlicht selbst produzieren und wird unter UVB-Strahlung in der Haut synthetisiert. Sonnencreme verhindert das jedoch. Vitamin D-Mangel haben vor allem Jugendliche, die sich kaum im Freien aufhalten und fast alle Schwangeren.

Bislang empfahlen Ärzte, das Sonnenvitamin in den dunklen Monaten bis März einzunehmen, da im Winter die Hautsynthese von Vitamin D gar nicht funktioniert. Doch zunehmend kommen Experten zu dem Schluss, dass Vitamin D auch in den Sommermonaten ergänzt werden sollte. Keiner kann seinen Bedarf an Vitamin D nur über die Nahrung decken, da man z.B. täglich zehn Eier oder 1 kg Champignons essen müsste. Fest steht, dass durch geänderte Lebensgewohnheiten und –umstände die allgemeine Unterversorgung von Vitamin D immer weiter zunimmt. Menschen, die sich im Sommer zwar viel im Freien aufhalten, sich jedoch im Hinblick auf Hautschäden vernünftigerweise mit Sonnencreme, möglicherweise mit dem Lichtschutzfaktor 15, können deshalb sogar im Sommer in eine Vitamin D-Unterversorgung geraten.

Mit einem einfachen Bluttest kann der Arzt den Vitamin-D-Spiegel messen, Kosten etwa 30 Euro. Weist er eine Unterversorgung nach, wird die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten empfohlen. Abhängig vom Grad der Unterversorgung sind das im Allgemeinen Dosierungen von 1000 bis 2000 Einheiten (IE) pro Tag – auch im Sommer. Eine Überdosierung ist nicht möglich, da das mit Tabletten aufgenommene Vitamin D so lange inaktiv ist, bis körperlicher Bedarf besteht.

Vitamin D verhindert Atemwegsinfektionen
Akute Atemwegsinfektionen haben im Jahr 2013 2,65 Millionen Todesfälle weltweit verursacht. In der kalt-nassen und dunklen Winterzeit steigt das Risiko für Infekte der oberen Atemwege, der Vitaminspiegel hingegen sinkt. Die tägliche oder wöchentliche Gabe von Vitamin D kann akute Atemwegsinfektionen verhindern, wie Forscher der Queen Mary University in London berichten. Außerdem kann ein niedriger Vitamin D-Spiegel auch ein Risikofaktor für bösartige HPV-Infektionen sein.

Vitamin D verstärke vermutlich die Bildung antimikrobiell wirkender Peptide und induziere weitere Mechanismen des angeborenen Immunsystems und vermutlich schützt Vitamin D die Epithelzellen der Atemwegsorgane und ableitenden Harnwege gegen das Eindringen von krank machenden Keimen.




5. Gynäkologie

Sonografie ergänzt Mammografie bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe
Als Basisdiagnostik ist die Mammografie in der Früherkennung von Brustkrebs unstrittig. Doch fordern Experten jetzt eine stärker individualisierte und risikoadaptierte Früherkennung. So konnte der Anteil kleiner invasiver Karzinome unter 10 mm durch das Röntgenscreening von früher 14 auf 30 Prozent erhöht werden. Aber: Derzeit nimmt nur jede zweite Frau am Screening teil. In einem hohen Prozentsatz aller Karzinome finden wir Mikrokalk, welcher im dichten Brustdrüsengewebe eventuell übersehen wird. Hier hat der Ultraschall zweifellos einen hohen Stellenwert. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass sich durch die Kombination beider Verfahren die Krebsentdeckungsrate deutlich steigern ließe. Zweifellos ergänzen sich die beiden Verfahren. Bei einem unklaren Mammografiebefund ist die Sonografie deshalb nach den S3-Leitlinien auch Methode der der ersten Wahl. Eine Sonografie im Intervall zwischen den Screeningterminen könnte zudem dazu beitragen, die Rate der Intervallkarzinome, also der erst durch Tastuntersuchung entdeckten Tumoren, zu reduzieren.
 


5.0 Inkontinenz
Harninkontinenz – noch immer tabuisiert trotz hohem Leidensdruck
In Westeuropa leidet etwa jede dritte Frau über 18 Jahren zumindest gelegentlich unter Blasenschwäche. Harninkontinenz kann Lebensfreude, Selbstbewusstsein und die Lust auf Aktivitäten einschränken. Dennoch haben zwei von drei Patientinnen das Thema noch nie bei ihrem Arzt oder Apotheker angesprochen. Die Gründe dafür sind Schamgefühl, unzureichendes Wissen sowie Vorurteile gegenüber Inkontinenzhilfsmitteln. Zusätzlich zum Selbstbewusstsein ändert sich häufig die Körperwahrnehmung und vermindert das Gefühl, attraktiv zu sein. Es kommt zu Hemmungen in Bezug auf sexuelle Aktivitäten. Dabei fühlen sich 78 % der Frauen ohne Harninkontinenz in späteren Jahren sexuell eher zufriedener und in intimen Situationen sicherer als in ihren Zwanzigern. Neben medikamentösen und operativen Therapieansätzen stehen spezielle Hygieneprodukte für die sichere und diskrete Versorgung zur Verfügung.

Radfahren stärkt den Beckenboden
Alltagssport kann den Beckenboden trainieren und einer Inkontinenz vorbeugen. Dabei kommt es auf die richtige Sportart an. Besonders beckenbodenfreundlich sind Reiten und Radfahren.


5.1 Hormone / Wechseljahre
Keine Lust auf Sex – sind die Wechseljahre schuld?
Wie sexuell aktiv man ist, verändert sich im Laufe des Lebens – bei Männern wie bei Frauen. Wann das passiert und in welchem Maße, ist individuell aber sehr unterschiedlich. Bei Frauen gelten die Wechseljahre als kritischer Wendepunkt. In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt der Frauen. Die Eierstöcke fahren die Produktion der Sexualhormone herunter – das hat vielerlei körperliche und seelische Auswirkungen. Das Altern an sich oder auch psychosoziale Einflüsse könnten dabei eine Rolle spielen – beispielsweise können altersbedingte Zipperlein den sexuellen Appetit verderben, oder auch das Gefühl weniger begehrenswert zu sein. Frauen, denen es gelingt, sich mit den Veränderungen ihres Körpers gelassen umzugehen und sich ein positives Selbstbild bewahren, werden naturgemäß mehr Spaß im Bett haben. Gegen eine trockene Scheide helfen hormonhaltige Medikamente und können somit Abhilfe schaffen.



5.2  Schwangerschaft

Späte Schwangerschaft birgt Risiken für Mütter
Eine Schwangerschaft mit 40 Jahren ist vor allem in reichen Ländern keine Ausnahme mehr. Das ist mir Risiken verbunden – für das Baby, aber auch für die Mutter selbst. Mit steigendem Alter gebe es mehr lebensbedrohliche Komplikationen bestätigen Forscher nach der Analyse der Daten mit hunderttausender Schwangerer. Faktoren wie Übergewicht oder eine Künstliche Befruchtung wurden als Einflüsse herausgerechnet. Der Auswertung zufolge stieg das Risiko für einen Schock mit schwerer Kreislaufstörung bei der Geburt ab einem Alter von etwa 40 Jahren merklich, ebenso das für eine Fruchtwasserembolie oder Nierenversagen. Die Ergebnisse sollen die Beratung für Frauen verbessern, die darüber nachdenken, ihren Kinderwunsch auf jenseits der 40 zu verschieben, und dem Gesundheitssystem wertvolle Informationen liefern. In Deutschland wird eine Frau ab einem Alter von 35 Jahren als Risikoschwangere eingestuft. Sie hat statistisch gesehen ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten, Schwangerschaftsdiabetes, Hypertonie, Schwangerschaftsvergiftung, eine Fehllage der Placenta oder Thrombosen. Deshalb gibt es zusätzliche Vorsorgetermine.


5.3 Infektionen
Cranberrys gegen Blasenentzündung
Eine Blasenentzündung tut weh und man möchte sie möglichst schnell loswerden. Entsprechend viele Hausmittel machen die Runde, mit denen man den schmerzhaften Episoden ein Ende bereiten soll oder sie gar nicht erst auftreten. Cranberrysaft steht hierbei ganz oben auf der Liste. Die wirkungsvollen Substanzen der Cranberrys erreichen aber mit handelsüblichen Säften oder Konzentraten die Blase gar nicht. Das erreicht man nur mit Cranberry-Kapseln, zwei Stück täglich.


5.4 Verhütung
Die Pille ist sicher – auch was das Krebsrisiko angeht
Pillen-Nutzerinnen müssen langfristig kein erhöhtes Krebsrisiko fürchten. In einer mehrere Jahrzehnte umfassenden Studie mit mehr als 40 000 Frauen in Großbritannien fanden Forscher heraus, dass sich das Krebsrisiko auf lange Sicht durch die Einnahme der hormonellen Verhütungsmittel nicht erhöht – im Gegenteil: Vor einigen Krebsarten scheint die Einnahme der Pille sogar zu schützen. Die Daten zeigten, dass die Frauen noch 30 Jahre nach Einnahme der Pille unter anderem ein geringeres Risiko für Eierstock-, Darm- und Gebärmutterkrebs hatten.


 

6. Krebserkrankungen
Erkennung von Brustkrebs-Warum Abtasten so wichtig ist

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Laufe des Lebens erkrankt etwa jede zehnte Frau daran. Die Prognose ist sehr gut, die Heilungschancen liegen jenseits der 80 Prozent. Wenn Frauen einen Knoten in der Brust ertasten, ist das meist ein Schock. Fast unweigerlich ist die Sorge da: Könnte es Krebs sein? Vor lauter Angst verzichten manche Frauen lieber ganz auf die von Ärzten empfohlene Selbstuntersuchung. Dabei ist das Schema weniger wichtig, vielmehr geht es darum, Veränderungen zu bemerken. Das können „Orangenhaut“ oder Rötungen sein oder die Brustwarze zieht sich ein oder diese sondert ein blutiges oder milchiges Sekret ab. Am besten ist es, wenigstens einmal monatlich – besser häufiger – immer zum gleichen Zeitpunkt des Zyklusses die Brust abzutasten. Am besten beim Duschen, dann kann man gut mit den Fingerkuppen über die Brust streichen. Aber die entdeckten Knoten müssen nicht automatisch bösartig sein. Manche verschwinden sogar ganz von selbst wieder. Nicht jedes Knötchen ist Krebs, sondern kann auch zyklusbedingt nach ein paar Tagen wieder verschwunden sein. Deshalb sei ein ertasteter Knoten das am wenigsten eindeutige Zeichen für Brustkrebs. Sollte man Veränderungen sehen oder ertasten, ist ein Frauenarztbesuch notwendig. Dort findet meistens eine erste Untersuchung mit einem Ultraschallgerät statt und in der Regel verweist der Gynäkologe an einen Radiologen zur Mammographie, also zum Röntgen der Brust. Mithilfe dieses Verfahrens erkennen Ärzte selbst kleinste Verkalkungen. Wenn es nach dieser bildgebenden Diagnostik keine Entwarnung gibt, wird eine Gewebeprobe entnommen. An dieser Probe wird untersucht, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Wird dann die Diagnose Brustkrebs gestellt, sollte ein zertifiziertes Brustzentrum zur Weiterbehandlung aufgesucht werden. Denn: Je früher ein Tumor in der Brust erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.


Ernährung bei Brustkrebs – Fettreduzierte Kost bei Übergewicht!
Speziell übergewichtige Brustkrebspatientinnen profitieren im Hinblick auf die Prognose von einer ausgewogenen, fettarmen Ernährung, die aus vermehrt Obst, Gemüse und Kohlehydrate besteht. Einer Studie zufolge profitieren besonders Frauen von der fettreduzierten Ernährung, die vorher deutlich zu viel Fett gegessen hatten und deutlich übergewichtig waren.

Früherkennung Eierstock-Krebs
Die Bestimmung des Tumormarkers CA125 in Kombination mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung gibt Hinweise auf die Entstehung eines Eierstockkrebses und könnten möglicherweise in Zukunft eine Alternative sein. 

 

Die meisten Todesfälle durch Krebs sind vermeidbar
Der amerikanische Onkologe David Agus weiß, wie man gesund alt wird. Er empfiehlt als Vorsorge. eine jährliche Grippeimpfung und zwei Medikamente: Aspirin und Fettsenker. Beide besitzen einen dramatischen Schutzeffekt vor Herzerkrankungen und Tumoren. Zahlreiche Studien belegen, wie heimtückisch sich vor allem chronische Entzündungen auswirken. Sie fördern nicht nur Herzinfarkt und Krebs, auch Alzheimer und Diabetes. Viren und Bakterien schädigen die Zellen. Auch die Belastung der Gelenke fördert entzündliche Prozesse. Viele Krankheiten lassen sich durch die drei Maßnahmen verhindern oder hinauszögern. Außerdem wird empfohlen:
– 15 Minuten Herztraining – Steigern Sie Ihren Puls einmal pro Tag um die Hälfte Ihres Normalwerts
– Ständig in Aktion
– Dauersitzen vermeiden, besser als ein langes Workout
   pro Tag wirken viele Spaziereinheiten (schnurlos telefonieren)
– Regelmäßiger Rhythmus – beim Schlafen und bei den Mahlzeiten
– Flache Schuhe tragen – damit keine chronischen Gelenkentzündungen entstehen
– Frischen Vitamine – Tiefkühlkost ist gesünder als altes Gemüse


 

7. Ernährung

Der ALCAT Test für Nahrungsmittel-Intoleranz ist Ranglisten-Erster
Der ALCAT TEST ist ein Bluttest zur Identifizierung der Nahrungselemente, welche die Immunbalance und die Gesundheit stören. Das Verfahren basiert auf rund 30 Jahren Forschung, Entwicklung und klinischem Erfolg und wird für die gesundheitliche Prävention und als Grundlage einer Behandlung empfohlen. Viele Patienten erfuhren durch den ALCAT TEST einen überdurchschnittlich positiven gesundheitlichen Nutzen bei entzündungsbedingten und chronischen Beschwerden.

Ein aktiviertes Immunsystem kann, auf Grund von Nahrungsmittel-Intoleranzen, die Ursache sein für

–  Magen-Darm-Beschwerden
– Übergewicht
– Hautprobleme
– Menstruationsprobleme
– Schwangerschaftsdiabetes / Wassereinlagerungen
– Beschwerden beim Stillen & Abstillen
– Probleme während der Wechseljahre / Menopause
– Migräne

Im Falle einer Nahrungsmittel-Intoleranz ist die zelluläre angeborene Immunabwehr gegen normalerweise harmlose Lebensmittel gerichtet. Werden diese Immunreaktionen nicht gestoppt, können die heftigen biochemischen Prozesse in den Zellen zu schleichenden chronischen Entzündungen führen.

Es können mit nur einer Blutabnahme bis zu 400 Substanzen rund um die Ernährung abgeklärt werden. Eine Lebensmittelauswahl, die mit Ihrer persönlichen Veranlagung im Einklang steht, kann Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden optimieren.



8. Übergewicht Starkes
Übergewicht – Entzündliche Prozesse im Körper

Fettgewebe ist mehr als ein Energiespeicher. Es ist sehr aktiv. Bei Menschen mit starkem Übergewicht, Adipositas, erhöht das Gewebe Entzündungsbotenstoffe im Blut. Das bestätigt eine Studie der Uni Leipzig. Sie hatten 200 Freiwilligen Blut abgenommen und aus den Proben wurde im Labor eine ganze Palette von Botenstoffen bestimmt. Danach vermuten die Forscher, dass infolge der Adipositas entzündliche Prozesse im Körper entstehen. Diese könnten chronische Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose oder Asthma begünstigen.


8. Herzerkrankungen und Schlaganfall
Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
Die koronare Herzkrankheit ist die häufigste Form der Arteriosklerose, die in der Umgangssprache Gefäßverkalkung genannt wird. Bei dieser Erkrankung kommt es infolge einer Verengung der Herzkranzgefäße zu einer Mangeldurchblutung des Herzens. Gefährlich daran ist: Sie entsteht in einem schleichenden Prozess, der lange unbemerkt sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt. Wer an einer koronaren Herzkrankheit leidet, kann ihr Fortschreiten durch einen gesunden Lebensstil, durch die Ausschaltung der Risikofaktoren und die Einnahme der verordneten Medikamente günstig beeinflussen.

Ideal ist, wenn Sie 4-5 - mal pro Woche 30 Minuten z.B. flott spazieren gehen, Rad fahren, Nordic Walking oder joggen, schwimmen, tanzen u.a.. Der Herzmuskel wird besser durchblutet, das Gewicht günstig beeinflusst, erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte gesenkt, das Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit gebremst. Charakteristisch für die von Experten empfohlene Mittelmeerküche ist viel Gemüse, Salat, Obst, Vollkornprodukte, wenig Fleisch, eher Fisch, Raps- und Olivenöl, Kräuter und Gewürze. Achten Sie auf Ihr Gewicht und vermeiden Sie besonders bauchbetontes Übergewicht, das zu Diabetes, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten führt. Stress ist auch ein Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit und hören Sie mit dem Rauchen auf.

Entscheidend für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit sind die Umstellung auf einen gesunden Lebensstil und die Ausschaltung der Risikofaktoren (z.B. bei Cholesterin LDL möglichst unter 70 mg/dl, Blutdruck unter 140/90 mmHg und Langzeitwert des Blutzuckers HbA1c unter 6,5%). Davon hängt ab, wie sich die Krankheit weiter entwickelt.



9. Rheuma
Rheuma erhöht Risiko für Herzinfarkt

Wenn Menschen unter entzündlichem Rheuma leiden, schmerzen die geschädigten Gelenke bei fast jeder Bewegung – der Alltag wird für viele zur Qual. Doch nicht nur das: Studien belegen, dass Betroffene auch ein deutlich höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall haben als gesunde Menschen. Der Grund dafür ist, dass bei rheumatoider Arthritis die körpereigene Abwehr das gesunde Gewebe angreift. Im gesamten Körper entstehen Entzündungsreaktionen. Zwar werden in erster Linie die Knochen in Mitleidenschaft gezogen, doch auch die Blutgefäße leiden unter den Entzündungen. Doch nicht nur die richtigen Medikamente und eine konsequente Rheumatherapie sollen die Patienten schützen. Auch der Blutdruck und Blutzucker müssen bei Rheumapatienten regelmäßig kontrolliert und ggf. behandelt werden. Wichtig ist es auch, auf das Rauchen zu verzichten. Der Tabakrauch ist in zweierlei Hinsicht schädlich: Er fördert die Gelenkentzündung und mindert die Wirksamkeit der Medikamente. Rheuma sollte also so früh wie möglich behandelt werden. Bleiben Sie in Bewegung! Sport sorgt nämlich für eine bessere Durchblutung und einen langsameren Abbau der Knorpel.

Rheumatoide Arthritis – Warnsignale ernst nehmen
Menschen mit Rheumatoider Arthritis können manchmal kaum eine Tasse Kaffee halten. Ihre Fingergelenke schmerzen, sind entzündet, steif und geschwollen. Bleibt die chronische Gelenkentzündung unbehandelt, verlieren die Gliedmaßen im schlimmsten Fall ihre Funktion. Nur wenn die Erkrankung frühzeitig entdeckt wird, lässt sich das Fortschreiten bremsen. Der Beginn einer Rheumatoiden Arthritis ist oft schwer erkennbar. Erste Symptome können 
– Müdigkeit,
– Gewichtsverlust oder
– leichtes Fieber
sein. Im weiteren Verlauf deuten folgende Symptome auf die Erkrankung hin:
– Steife Finger am Morgen
– Angeschwollene Gelenke
– Starke chronische Schmerzen

Die Rheumatoide Arthritis verläuft von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche leiden unter permanenten leichten oder starken Schmerzen, andere dagegen haben jahrelang kaum Beschwerden. Um das Fortschreiten dieser Autoimmunerkrankung zu stoppen, müssen Patienten ein Leben lang Medikamente einnehmen.


 

7.Stoffwechselerkrankungen

Das Gewicht zu halten beugt schon vor
Menschen über 40 Jahre können ihr Risiko, an Diabetes zu erkranken, deutlich senken – indem sie auf ihr Gewicht achten. Immer noch fast jede vierte Neuerkrankung ließe sich vermeiden, wenn alle Übergewichtigen und Adipösen – deren Diabetesrisiko sehr hoch ist – leicht abnehmen würden. Das Diabetesrisiko der Bevölkerung würde sogar schon sinken, wenn alle ab 40 ihr Gewicht lediglich halten könnten: Damit ließe sich etwa jede fünfte Diabeteserkrankung vermeiden.

Diabetes Typ 2
Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt. Der hohe Blutzucker schädigt langfristig Blutgefäße und Nerven. Das kann zahlreiche Organprobleme verursachen. Die Symptome wie großer Durst, häufiges Wasserlassen, ungewollter Gewichtsverlust, Schwächegefühl und Leistungsminderung können sich hier innerhalb weniger Wochen entwickeln. Grundsätzlich gilt: Ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, nicht Rauchen – damit sind die wichtigsten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2 ausgeschlossen. Ob bei Ihnen ein persönliches Diabetes-Risiko besteht, können Sie mit dem nachfolgenden Diabetes-Schnelltest erkennen.

 

Diabetes-Schnelltest
  
Frage   Punkte  
 

1. Wie alt sind Sie?      
unter 35 Jahren  O   0
35 bis 44 Jahre  O   1
45 bis 54 Jahre  O   2
55 bis 64 Jahre  O  3
älter als 64  O  4
 

2.

Welchen Taillenumfang messen 
Sie auf der Höhe des Nabels?
 
 
Frau Mann                       
unter 80 cm unter 94 cm  O 
80-88 cm 94-102 cm  O 
über 88 cm über 102 cm  O 
 

 
3.  Wie hoch ist Ihr Body-Mass-Index?  
unter 25  O  0
25 bis 30  O  1
höher als 30  O  3
 
  
4.

Haben Sie täglich mindestens 30 Minuten
körperliche Bewegung am Stück?
Ja  O  0
Nein  O  2
 
  
5.

Wie oft essen Sie Gemüse, Obst,
Roggen- oder Vollkornbrot?
Jeden Tag  O  0
Nicht jeden Tag  O  1
 
  
6.

Bekamen Sie schon einmal blutdruck-
senkende Medikamente verordnet?
Nein  O  0
Ja  O  2
 
 
7.

Wurden bei Ihnen schon einmal zu
hohe Blutzuckerwerte festgestellt?
Nein  O  0
Ja  O  5
 
 
8.

Wurde bei Mitgliedern Ihrer Bluts-
verwandtschaft Diabetes festgestellt?
Nein  O  0
Ja, bei den eigenen Eltern, Geschwistern, Kind  O  5
Ja, bei Großeltern, Tante, Onkel, Cousine, Cousin  O  3

 

Auswertung:
Zählen Sie nun bitte Ihre Punkte zusammen. An der Gesamtpunktzahl können Sie erkennen, wie hoch Ihr Risiko ist, in den nächsten zehn Jahren an einem Diabetes Typ 2 zu erkranken.

0 – 9 Punkte: Sie haben kein oder ein sehr niedriges Risiko, an einem Diabetes zu erkranken.
10 - 20 Punkte: Der Diabetes kündigt sich an, es liegt ein erhöhtes Risiko für eine Diabeteserkrankung vor. Sie sollten etwas tun, um dieses Risiko zu senken und den Ausbruch der Erkrankung zu ver-hindern.
> 20 Punkte: Hier liegt ein sehr stark erhöhtes Risiko vor, an einem Diabetes zu erkranken.

Daher wenden Sie sich bitte an ihren Hausarzt, um für Sie die richtige Behandlung zu besprechen.


 

11. Männersprechstunde
Andropause – Auch Männer kommen in die Wechseljahre

Wann ist Testosteron im Alter sinnvoll?
Um etwa 1 Prozent pro Jahr sinkt das Testosteron beim Mann ab dem Alter von etwa 45 Jahren. Bei einem hohen Ausgangswert bereitet das keine Probleme. Doch es gibt Männer, die mit erheblichen Beschwerden zu kämpfen haben. Ihnen kann unter Umständen eine Testosteronersatztherapie helfen. Erektionsstörungen und Libidoverlust, aber auch Schlafstörungen, Erschöpfung, Müdigkeit, Nervosität, Ängste, Rückenschmerzen, Schwitzen, Kopfschmerzen, Haarausfall und Stimmungsschwankungen gehören zum Beschwerdebild des „Hypogonadismus“. Bei Symptomen und klinischem Verdacht ist der Hormontest eine Kassenleistung. Die endokrinologische Diagnostik erfasse dabei nicht nur die Bestimmung des Testosteronspiegels, auch die Gonadotropine, das sexualhormonbindende Globulin, Prolaktin sowie der PSA-Wert (Tumormarker der Prostata) sind relevant. Testosteronwerte zwischen 8 und 12 nmol/l sollten genauer kontrolliert werden. Bestimmungen des Blutbildes und der Blutfette schließen sich ebenso an wie die Messung der Knochendichte. Die Hormontherapie ist kein Allheilmittel. Allerdings kann die Gabe von Testosterongelen oder Depotspritzen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten deutlich unterstützen.

Auch Rauchen gilt als Potenzkiller, die Bestandteile des Rauches schädigen ganz direkt die blutversorgenden Gefäße im Körper und die Nerven. Besonders unangenehm ist dies wenn es um ein Körperteil geht, der von einem besonders ausgefeilten System von feinen Blutgefäßen und Nerven abhängt – der Penis. Der Nikotin bewirkt auch hier eine Verengung der Gefäßwände.

Vorsicht bei natürlichen Potenzmitteln
Die Kundschaft für Potenzmittel ist groß – die Forscher schätzen, dass 40 bis 70 Prozent aller Männer während ihres Lebens die ein oder andere Form von sexueller Dysfunktion bei sich erleben. Da aber viele den Gang zum Arzt oder die Kosten für die blaue Pille scheuen, versuchen sie erst einmal mit freiverkäuflichen Wundermittelchen ihre Erektionsfähigkeit wieder auf Vordermann zu bringen. „Energiespender“, „Sexualtonika“ oder „Sex-Dauer-Power“ – die Versprechungen die natürliche Produkte in Sex- oder Online-Shops machen, klingen verlockend. Aber für viele davon gibt es bisher keine wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit beim Menschen. Viel besorgniserregender ist, dass die Zutaten der stimulierenden Mittel oft alles andere als „natürlich“ sind. In einigen fanden sich Spuren von PDE-5-Hemmer – der Wirkstoff, der sich zum Beispiel in Viagra findet und tatsächlich Erektionsschwierigkeiten beseitigen kann. Medikamente mit diesem Arzneistoff sind aber aus gutem Grund nur auf Rezept erhältlich. Männer die sie ohne ärztliche Aufsicht nehmen, laufen Gefahr sie falsch anzuwenden. So ist es für Männer mit bestimmten Herzerkrankungen oder Leber- und Nierenleiden gefährlich PDE-5-Hemmer zu schlucken. Ginko, Ginseng, Echtes Johanniskraut und Maca – das sind nur einige der Produkte, die im Ruf stehen, die Potenz von Männern verbessern zu können. Mit einer wirklichen Empfehlung einer dieser Mittel aus der Naturapotheke tun sich die Wissenschaftler allerdings schwer. Eine handfeste Wirkung sehen sie vor allem beim Wirkstoff Yohimbin, welcher aus der Rinde des Yohimbe-Baums gewonnen wird. B-Vitamine zeigten auch einen positiven Effekt, vor allem bei einer bestimmten Patientengruppe, nämlich Männern mit Diabetes oder erhöhten Homocystein-Werten im Blut. Nicht selten ist Impotenz ein Frühwarnzeichen für Krankheiten wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Darum sollten Männer mit andauernden Problemen mit der Erektions-fähigkeit auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um sich gründlich durchchecken zu lassen.

Blasenkrebs trifft vor allem Männer
Die Entgiftung des menschlichen Körpers ist ein eingespieltes System Die Niere filtert schädliche Substanzen aus dem Blut heraus und leitet sie mit dem Harn an die Blase weiter. Dadurch ist das Organ laufend den im Harn enthaltenen Giftstoffen ausgesetzt. Zu ihrem Schutz ist diese mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Doch die kann die Blase nicht völlig gegen die giftigen Inhaltsstoffe abschirmen. Das bekommen insbesondere Raucher zu spüren. Denn 70 Prozent aller Blasenkrebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Blasenkrebs verursacht nur wenige bis keine Symptome. Bei Verfärbungen des Urins (rötlich-brauner Farbton), Problemen beim Wasserlassen und auch wenn man unter chronischen Blasenentzündungen leidet sollte man hellhörig werden. Die Prognose ist günstig: Rund 76 Prozent der männlichen und 70 Prozent der weiblichen Betroffenen leben noch fünf Jahre nachdem die Krebsform erkannt wurde.



12. Impfungen
Alarmierende Masern-Zahlen in Deutschland

Es ist nur ein kleiner Piks, doch noch immer lassen sich in Deutschland zu wenig Menschen gegen Masern impfen. Impfungen gehören zu den wirksamsten Mitteln, um gefährlichen Infektionskrankheiten vorzubeugen und unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen zu schützen. Die Infektion ist hochansteckend und schwächt das Immunsystem. Vor allem für Babys kann das sehr gefährlich werden. In seltenen Fällen endet sie sogar tödlich. Die Zahl der Infektionen ist bereits im ersten Quartal des Jahres höher als im gesamten Jahr 2016. Den Grund sehen viele im fehlenden Impfschutz. Wer seinem Kind den Impfschutz verweigert, gefährdet nicht nur das eigene Kind, sondern alle, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Kleinkinder können erst ab neun Monaten immunisiert werden. Deshalb sind Impfungen oder eine überstandene Erkrankung vor einer Schwangerschaft wichtig. Denn Schwangere, die selbst keinen Schutz gegen Masern haben, können ihn auch nicht weitergeben. Immunisierte Mütter sorgen hingegen in den ersten Monaten für einen Nestschutz bei ihren Babys.

Außerdem soll angesichts immer wieder auftretender Masern- und Mumps-Ausbrüche die Überwachung der Impfberatung verschärft werden und im Sommer eine gesetzliche Regelung in Kraft treten, wonach Kitas an die Gesundheitsämter melden müssen, wenn Eltern die Impfberatung verweigern.



13. Sonstiges
Lebensstil geht ins Kreuz

Rückenschmerzen bei Menschen über 70 zeigen oft keine akute Krankheit an, sondern eine schlechte körperliche und seelische Verfassung. Das schlossen australische Forscher aus Gesundheitsdaten von fast 4400 Zwillingen. In der Studie fiel auf, dass ein bewegungsreicher Lebensstil Rücken und Gesundheit stärkt und die Lebenserwartung erhöht.

Glücklich, zufrieden und rege im Alter
75-jährige sind heute geistig und körperlich erheblich fitter als Gleichaltrige vor 20 Jahren – sie fühlen sich wohler und sind zufriedener mit ihrem Leben. Das erhöhe auch das Wohlbefinden. Laut früheren Studien helfen Faktoren wie Bewegung, Wissbegierde und Sozialkontakte, in guter Verfassung zu altern – körperlich und seelisch.

Aufputschmittel und Psychopharmaka – Immer mehr Hirndoping im Job
Knapp 3 Millionen Deutsche haben schon einmal rezeptpflichtige Aufputschmittel und Psychopharmaka genutzt, um sich für den Job geistig fit zu machen. Das ergab eine Studie der Krankenkasse DAK. Auch die Zahl häufiger Nutzer stieg. Vor allem Medikamente gegen Ängste und Depression kamen laut Umfrage zum Einsatz, seltener Wachmacher und Präparate wie Ritalin gegen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung. Gedacht sind die Mittel für Kranke. Gesunde erhoffen sich davon mehr Konzentration, bessere Stimmung, weniger Stress. Ob das bei Gesunden wirkt, ist nicht nachgewiesen.



14. Schlechte Stimmung – Depressionen?

Wir empfehlen die Durchführung der folgenden Behandlungen in unserer Praxis:
– Autogenes Training
– Akupunktur
– Behandlung mit Vitaminen und Mineralien, Phytohormonen und DHEA



15. Unsere Empfehlung für ein gesundes Älterwerden

  1. Sportliche Aktivität ( min. 2 x pro Woche, min 40 Minuten )
  2. Gewichtsoptimierung durch fettarme Ernährung
  3. 1 x jährlich großes Blutbild mit Bestimmung von Cholesterin, LDL, HDL, Homocystein, CRP, Eiweiß, Harnsäure u. a.
  4. Bestimmung des Vitamin- und Mineralspiegels, besonders Vitamin D!
  5. Einnahme von Selen, regelmäßig/mäßig Rotwein trinken und Fettblocker (=Statine) Eiweißkonzentrat 2 EL am Tag L- Carnitin 500 Herzinfarktvorbeugung mit ASS 100, Arginin und 300 mg Magnesium täglich
  6. Hormonanalyse jährlich Hormontherapie bei Unterfunktion mit Östrogenen, Gestagenen, DHEA und Melatonin, Testosteron und Wachstumshormon
  7. Genetische Analyse 1 x im Leben

 


 

 

16. Vorsorge und Früherkennung in der gynäkologischen Praxis –
die wichtigsten Individuellen Gesundheits Leistungen (Focus 4/2013)

Je eher Krebs und seine Vorstufen erkannt werden, desto besser sind die Therapieaussichten. Deshalb bleibt der regelmäßige Check-up das beste Mittel, um Krebs vorzubeugen.

Organ

Beschreibung

Bewertung

Kosten

Weibliche Brust

Mammasonografie:

Ultraschalluntersuchung des Brustgewebes.

Bestimmte Tumoren werden nur beim Ultraschall erkannt.

35-70 Euro (IGeL*), ab 30, Kassenleistung (GKV und Private) bei Notwendigkeit.

 

 

 

 

Gebärmutter und Eierstöcke

Vaginaler Ultraschall: Untersuchung der Harnblase, Gebärmutter sowie der Eierstöcke und Eileiter.

Sinnvoll zur Früherkennung vor gutartigen Wucherungen (Myome) und um bösartige Veränderungen in Gebärmutter oder Eierstöcken zu erkennen.

65-76 Euro (IGeL*), private Kassen zahlen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung, empfohlen ab dem 20. Lebensjahr jährlich.

 

HPV-Test: Untersuchung des Abstichs auf Humane Papillomviren (HPV), die als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs gelten.

Sehr wichtig, um das Risiko für Gebärmutterhalskrebs einzuschätzen, in vielen Ländern bereits Standarduntersuchung.

38-118 Euro (IGeL*), GKV übernimmt Kosten bei auffälligem PAP, Private zahlen, ab 30 bis 35 Jahren empfohlen.

 

 

 

 

Darm

Immunologischer Stuhltest: Antikörper zeigen verstecktes Blut im Stuhl an.

Deutlich sicherer als der Guajak-Test (Haemoccult), erkennt nur menschliches Blut im Stuhl.

Um 35 Euro (IGeL*), von 50 bis 55 jährlich, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.**

 
*„Individuelle Gesundheitsleistung“, d.h. der Patient bezahlt.
** Kostenübernahme durch die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) wird derzeit geprüft. 



17. Unsere Hormon-Kosmetikserie von Prof. Huber, Wien und Prof. Kleine-Gunk, Fürth
„Anti-Aging Cremes“ werden von der kosmetischen Industrie in Hülle und Fülle und zumeist für sehr teueres Geld angeboten. Die Wirkung bezüglich Falten und Hautdicke geht über eine leicht vermehrte Wassereinlagerung kaum hinaus. Substanzen, die weitergehende Effekte auf die Haut haben sind als „medizinische Inhaltsstoffe“ gekennzeichnet und dürfen damit in handelsüblichen Kosmetikprodukten nicht verwendet werden. Ihre Verordnung liegt in der Hand des Arztes, ihre Zubereitung in der des Apothekers. Zu den wirksamsten Substanzgruppen mit Anti - Aging Effekten auf die Haut gehören zweifellos die Hormone (Östrogen + Progesteron). Durch den Zusatz von Antioxidantien, Moisturizern, Aromaölen etc. werden so aus hormonkosmetischen Rezepturen jene Präparate, die höchsten kosmetischen Ansprüchen gerecht werden. Eine langfristige Verbesserung des Hautbildes und der Erhalt der gewünschten dermatologischen Jugendlichkeit kann allerdings nur in Verbindung mit einer konsequenten Berücksichtigung des richtigen Lebensstils ermöglicht werden.

Die Hormonkosmetik ist zweifelsfrei ein hochinteressantes, aber nicht unproblematisches Gebiet. Zu Recht gibt es die entsprechenden Präparate nicht im freien Handel sondern nur auf Rezept. Steroid-hormone sind hoch wirksame Substanzen, welche nicht nur auf die Haut wirken, sondern auch durch die Haut resorbiert werden. Überdosierungen sind also zu vermeiden und systemische Effekte prinzipiell möglich. Die Hormonkosmetik gehört somit in die Hand eines auf diesem Gebiet versierten Arztes.



Vitamin- und Mikronährstoffe
Wichtige individuelle Vitamin- und Mikronährstoffzufuhr durch die Einnahme von ResverChron von der Firma Vitabasix, Las Vegas/USA. 

 


 


Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, sprechen Sie uns gerne an.


Wir hoffen Ihnen mit unserem „Newsletter“ wieder informative Neuigkeiten mitgeteilt zu haben.



Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Dr. med. N. Schürmann und Andrea Marder